Ein PHP-/Ajaxframework versucht die Welt zu erobern: Tigermouse! Das Framework hat einen Ansatz, der zunächst gut erscheint - via MVC (Model/View/Controller) werden Webseiten samt Javascript auf dem Server generiert und zum Client geschickt.
Die Entwickler von Tigermous stellen aber schon auf der Seite mit Vergleichen zu anderen Framworks klar: Es ist kein umfassendes Framwork für große Applikationen und möchte auch keins werden.
Natürlich erscheint es elegant, Javascript-Code serverseitig zu generieren und auf diese Weise HTML-Templates schlank zu halten. So verstecken sich aber schnell hinter einer Zeile PHP Code vielleicht 100 Zeilen Javascript. Das riecht für mich stark nach einer Performancefalle.
Mit einem Framwork, das es im gleichen Zug erlaubt, HTML und Javascript-Code zu erzeugen, gibt man als Entwickler schnell die Zügel aus der Hand. Trotzdem ein interessanter Ansatz, Actions und Callbacks so zu lösen.
Ausserdem bin ich nicht so glücklich über die Entscheidung der Tigermouse-Entwickler, auf Smarty als Template-Engine zurückzugreifen. Smarty verleitet schnell dazu, PHP Logik in abstrakte Template-Befehle um zu bauen. Im Endeffekt hat man dann keine strikte Layout/Logik Trennung mehr, sondern einen wild zusammengewürfelten Haufen HTML/Javascript/Smarty/PHP-Code. Da steigt doch keiner mehr durch!
Immerhin ist es unter der LGPL veröffentlicht und kann deshalb problemlos für Web-Applikationen verwendet werden. Prima finde ich auch die Entscheidung möglichst viel Code auf den Server zu packen. Business-Logik gehört definitiv nicht in Javascript-Libs.

















