Diese Woche habe ich in irgendeinem Blog gelesen, das man eigentlich nur für Blogger bloggt. Leider hab ich keine Ahnung mehr, wers geschrieben hat, also gibts keinen Backlink - vielleicht weiß es ja einer meiner Leser?
Ja, es geht darum das die größte Zielgruppe der Blogger die Blogger sind. Der Rest trudelt über Suchmaschinen ein, liest einen Beitrag und verschwindet wieder. In der Regel läuft es so: Man schreibt einen Beitrag, hat viele Ideen, schreibt den nächsten - irgendwann ist man an dem Punkt angekommen wos langweilig wird. Dann stellt man sich die Frage: Und was blogge ich heute?
Dann werden die Blogkommentare immer kürzer. Oder man schreibt nur noch via-Beiträge. Selbstgenerierter Inhalt ist bei Blogs wirklich selten. Irgendwann entscheidet man sich, dass bloggen sein zu lassen, oder nur noch stichwortartig sein langweiliges Leben zu bloggen (Moderne Blogger nennen das twittern)…
Das machen leider auch große Blogs - Der Schockwellenreiter z.B. ist für mich der König der Old-School-Twitterer (Wobei es hier schon fast an Kunst grenzt). Die Mehrzahl bloggt lieber 20x am Tag einen Satz, als 1 mal am Tag einen vernünftigen Artikel.
Fantastisch! Ich wollte schon immer mal wissen, wenn jemand grad auf dem Klo sitzt, eine riesen Wurst produziert und abgewogen hat. Es ist für alle Welt auch super wichtig, das man erfährt, wenn ein Mr X die Mrs Y trifft, die er schon lang nicht mehr gesehen hat. Naja, Tagebuch zum mitlesen halt.
Ich persönlich freue mich über erfrischende Blogs die man liest, um dazuzulernen. Das mag ein wenig Fachchinesisch sein, aber auch das kann man locker rüberbringen.
Aber um jetzt mal den Bogen zum PHP Blogger zu schlagen: Programmieren wir nicht auch nur für Programmierer? (Welch grandiose Überleitung *lach*) Das genau habe ich mich gefragt.
Programmiert man für Kunden? Für seinen Chef? Für sich selbst? Meine Gedanken in Reihenfolge von der Anforderung über die Abnahme zur Erweiterung:
- Anforderung: Man programmiert eine Applikation für einen Kunden, weil er die Anwendung angefordert hat.
- Programmierung: Man programmiert für den Chef, um Ressourcen, Zeit und Geld zu sparen.
- Abnahme: Wieder der Kunde, der es für gut befinden muss.
- Eigentlich könnte es hier aufhören…
- …hätte der Kunde nicht eine neue Idee!
- Die Wahrscheinlichkeit ist groß, das man gerade in einem anderen Projekt, im Urlaub oder einer neuen Firma steckt und ein Kollege muss ran und sich im Code zurecht finden.
- Erweiterung: Der Kollege schreibt Code neu, weil er nix findet, das er wiederverwenden könnte.
- Programmierung: Er programmiert aber wieder für den Chef. Und der tobt, wenn man die Deadline überzieht, weil man alles neu programmieren musste.
- Abnahme der Erweiterung: Der Kunde sieht nur Funktionen, Frontend und ist happy.
- Das Backend vergessen wir jetzt schnell.
Alles klar? Eigentlich wäre es wurscht, wie man programmiert, wenn man es nie wieder anfassen müsste.
Dem ist aber nicht so. Entweder kommt man selbst oder eben ein anderer Entwickler in der Verlegenheit, ein Projekt zu erweitern. Und dann ist es gut, wenn man “ProDeveloper” entwickelt hat.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, das das nicht leicht ist. Man vergisst unter Zeitdruck schnell, das nach einem andere Entwickler kommen. Aber jeder patzt. Verbessert Euch in der Zukunft wir machen uns das Leben gegenseitig leichter!
Und an alle Blogger: Schreibt mehr eigenen Content. Und zwar nicht nur in Stichworten, sondern bitte etwas ausführlicher.

















