Kennt ihr das? Man spricht schneller, als man denkt und manchmal passierts auch noch beim Schreiben - obwohl man 3x drüberlesen kann… So geschehen heute, beim Kommentieren des Artikels “Über Leerzeichen, Tabs und Absätze” mit Mario.
Da hab ich mal locker flockig fallen lassen, das man das PEAR ja auch fast als Framework sehen könnte. “Autsch” meint Mario, und das dachte ich mir dann auch gleich :( Entschuldigung PEAR!
Es ist erschreckend. In meiner ehemaligen Agentur wurden zukünftigen Entwicklern beim Vorstellungsgespräch ein paar Schlagworte entgegen geworfen. Schlagworte wie eben PEAR, Zend, Cake oder Symfony. Nur etwa 1% aller Befragten konnte damit etwas anfangen.
Was ist denn dann das PEAR?
Wie aus dem Namen (Engl.: “PHP Extension and Application Repository”) schon hervorgeht, ist es gewissermaßen ein Depot für Programmodule. Für jedes Modul exisitiert ein Package und zu jedem Package Abhängigkeitsregeln. Die Packages können von einem Installer heruntergeladen und installiert werden.
Der entsprechende Wikipedia Artikel vergleicht interessanterweise das PEAR mit der “Standard C Library” oder dem “Swing”-Framework für Java. Tatsächlich ist es aber eine Ansammlung von Klassen und Funktionen: Eine Bibliothek.
Und was ist jetzt ein Framework?
Die meisten modernen Web-Frameworks werden auch als “MVC”-Framework bezeichnet. So z.B. die 3 bekanntesten Frameworks “Zend Framework”, “Cake” und “Symfony” - sie bieten dem Entwickler jeweils ein MVC Konzept an und sind somit mehr als nur eine Ansammlung von Klassen und Funktionen: Die Applikations-Architektur wird auch gleich vorgegeben. (Es gibt natürlich nicht nur MVC-Frameworks, diese wurden nur als Beispiel gewählt…)
Manche Frameworks gehen sogar noch weiter und definieren die Verzeichnisstruktur und Plugin-Mechanismen. Wenn also durch die verwendete Bibliothek Softwarearchitektonische Regeln vorgegeben werden, ist es eindeutig ein Applikations-Framework. PEAR ist es nicht.

















