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Konsolenstickerei - Login Welcome Message

Jaja, es weihnachtet sehr. Und deshalb beglücke ich Euch auch kurz vor Weihnachten noch mit etwas schönem Nerd-Schwachsinn ;) Ihr dachtet wohl schon, ihr kommt drum rum? *lach*

Was ist schöner als Handarbeit!? Ein bisschen stricken, ein bisschen häkeln (Oh weh, ich befürchte, dieser Artikel wird wieder ein paar sehr merkwürdige Suchanfragen in die Statistik zaubern), ein bisschen sticken und ein klitzekleines bisschen konsolencoden. Die ohnehin einzig wahre Handarbeit.

Ich selbst habe inzwischen eine nahezu überirdische Beziehung zu meinem Rootserver aufgebaut und deshalb schon länger meine Login-Welcome-Message customized.

Anfang des Jahres bin ich auf meinen inzwischen sehr geliebten Mac umgezogen. Ok, kein Wort über die Vorteile und warum Windows vielleicht scheisse ist. Versprochen. Auf jeden Fall ist Mac OS X seit Leopard ja bekanntermaßen ein Betriebssystem, das die ehrenwerte Bezeichnung “Unix” tragen darf.

Eine der Dinge, die ich an OS X schätze, ist die Integration einer echten Shell. Meinen Terminal habe ich jeden Tag auf und da dachte ich, ein wenig Nerd-Schmuck wäre nicht schlecht.

In der Datei /etc/motd (nicht unbedingt auf jedem System vorhanden) wird die Message-Of-The-Day (daher die Abkürzung MOTD) gespeichert. Als echtes Unix unterstützt Mac OS X natürlich auch diesen Spaß und zeigt bei jedem Öffnen des Terminals die hinterlegte Nachricht an.

Wie ihr oben sicher schon festgestellt habt, ist meine MOTD in feinstem ASCII gehalten. Geholfen hat mir der ASCII-Font-Generator (Letztes Jahr schon mal beworben) - wir wollen es mit der Handarbeit ja nicht übertreiben.

Darunter habe ich einen entsprechend sinnigen Text gepackt, der seit Jahren auf meinem Rootserver seinen Dienst tut und eigentlich immer passt. Vielleicht isser ja auch was für Euch. Hier, zum raupkopieren freigegeben:

— SNIP START

This computer system is for authorized users only.

All activity is logged and regulary checked by systems personal. Individuals using this system without authority or in excess of their authority are subject to having all their services revoked. Any illegal services run by user or attempts to take down this server or its services will be reported to local law enforcement, and said user will be punished to the full extent of the law.

Anyone using this system consents to these terms.

— SNIP ENDE

Wie kommt der kram jetzt in die Datei /etc/motd? Für die Unbedarften unter Euch hier eine kurze 10 Schritte Anleitung:

  1. Den Terminal starten (Entweder aus dem Dock raus oder über Spotlight: Apfel+Leertaste, “term” eintippen und Enter.
  2. Ihr werdet von der noch sprachlosen Shell begrüßt.
  3. “sudo vi /etc/motd” eingeben, natürlich ohne die Anführungszeichen ;) Jetzt Enter.
  4. Da die Datei in einem geschützten Verzeichnis liegt, muss man das Admin-Passwort eingeben.
  5. Der Editor vi startet und gibt wahrscheinlich unten links den String “[New File]” zum Besten.
  6. Die Taste “i” drücken. (Das startet den Bearbeitungsmodus).
  7. Jetzt den Inhalt eingeben oder via Apfel+C aus der Zwischenablage einfügen.
  8. Wenn fertig, dann speichern: Escape drücken, dann “:wq” (mit Doppelpunkt, aber ohne Anführungszeichen) und Abschuss mit Enter. Ins schwitzen geraten? *zwinker*
  9. Der Editor ist jetzt wieder zu und wir sind auf der Shell. “exit” eintippen. (Wenn das Fenster nicht automatisch schließt, mit einem Klick auf das rote X in der Fenster-Titelzeile zu machen).
  10. Den Terminal wieder starten (siehe Punkt 1).

Jetzt solltet Ihr direkt den Inhalt aus der MOTD-Datei sehen.

Zum Schluss noch ein paar Terminal-Tipps:

  1. Ihr könnt den Terminal automatisch schließen lassen, wenn keine Prozesse mehr laufen. Dazu in die Einstellungen, Tab “Einstellungen”, Register “Shell”, in der Dropdownbox “Schließen, wenn kein Fehler aufgetreten ist” auswählen. Für Mutige geht natürlich auch “Fenster schließen” ;)
  2. Den Terminal kann man transparent machen. Dazu in den Einstellungen unter “Einstellungen”, Register “Fenster”, auf die Hintergrundfarbe klicken und Deckkraft auf 85% schrauben. Ich liebe das.
  3. Den Terminal-Hintergrund kann man verschwommen darstellen. So wie Milchglas etwa, man kennt’s ja von Vista. Die Erweiterung heisst sinnigerweise “Blurminal” - Die Grundlage für Blurminal ist SIMBL, ein Tool, um Cocoa Anwendungen zu patchen, ohne sie zu verändern. Die Patches passieren über Module, die erst zur Laufzeit geladen werden.
  4. Die ASCII-Schriftart, die ich verwendet habe, heisst “script”.
  5. Wenn ihr die MOTD-Datei auf einem Rootserver anpassen möchtet, solltet ihr beachten, dass manche Systeme (z.B. Debian) bei Vorhandensein der Datei /etc/motd die erste Zeile mit System-Informationen überschreiben. Also packt in die erste Zeile keine lebenswichtigen Infos ;)

Attribut: Seeeeehr nerdig. Juhu!

Marcel Eichner meint dazu:

16. Dezember 2008 um 20:05

Die Consolen Font kannste auch super mit figlet erstellen. Kann man über macports beziehen: $ sudo port install figlet
der kann in verschiedenen schriftarten horizontale messages schreiben :)

timi meint dazu:

17. Dezember 2008 um 11:16

Hi Marcel, vielen Dank für den Tipp. Ich geh mal davon aus, der der Webservice das selbe Tool im Hintergrund verwendet…

Goldpreis meint dazu:

22. Dezember 2008 um 10:21

Hallo! Einfach nur Klasse dieser Blog! Wünsche Dir Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch! Hoffentlich gehts im neuen Jahr so weiter wie Du im alten Jahr aufgehört hast. Grüße

Sonnenschutzfolien meint dazu:

26. Dezember 2008 um 19:28

Hallo, vielen Dank für die Informationen, ich werde mich gleich mal rantasten.

Engelchen1320 meint dazu:

31. Dezember 2008 um 07:39

Wow mir gefällt die “Strickerei” eigentlich ziemlich gut, ist mal was anderes. Kann man das auch für Foren nutzen? Bzw. Gästebuch Einträge auf verschiedenen Seiten?

Lieben Gruß und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2009

timi meint dazu:

31. Dezember 2008 um 15:48

Hi Engelchen, ja das geht bestimmt auch. Das Gästebuch bzw. Forum sollte aber unbedingt Monospace-Fonts bzw. das PRE-Tag unterstützen, damits schön aussieht…

Viele Grüße und einen guten Rutsch
Tim

Moritz meint dazu:

3. Januar 2009 um 22:39

Haha, da hast du dir aber eine Arbeit gemacht. Und deswegen bedanke ich mich an dieser Stelle für deine Mühe.
So eine Mühe habe ich mir früher auch einmal gemacht, als ich selber noch viel gebloggt habe und viel auf so private sites war. Dann habe ich irgendwann so einen Generator gefunden, der macht einem solche Sticker und kennt auch alle geläufigen Zeichen, die man dafür benötigt. Aber, wie gesagt, das war früher und ich habe auch wieder vergessen, wie die Seiten hießen, tut mir Leid.

timi meint dazu:

4. Januar 2009 um 11:16

Na Moritz, der Generator ist im Artikel schon verlinkt ;) Wer lesen kann ist klar im Vorteil *zwinker*

Karl meint dazu:

7. Januar 2009 um 10:01

Hey, danke für die tollen Tipps, die sind wirklich genial. Ich will mir ja auch bald wieder ein bisschen was am Mac basteln, da kann ich sowas immer gut gebrauchen. Wünsche dir auch noch ein frohes und gesundes neues Jahr.

Heike meint dazu:

9. Januar 2009 um 13:39

Einzig wahre Handarbeit? Sticken, Stricken? Das ist ja mal eine nette Umschreibung. Also ich kann stricken, sticken und auch häkeln und ich kann dir nur raten, dass du noch ein wenig übst, denn deine Künste sind noch nicht so ausgereift.

Aber der Ansatz ist doch schon einmal gut. Ich denke, dass wenn du einmal im Jahr so was machst durchaus Chancen hast beim nächsten Strickabend dabei zu sein. ;-) Du könntest dann wahrscheinlich den Altersdurchschnitt etwas senken. Wär doch mal lustig oder?

Jupp meint dazu:

29. Januar 2009 um 10:03

Also ich bastel ja auch sehr sehr gerne damit aber ich wäre nicht auf die Idee gekommen so was zu machen. Das wäre mir einfach viel zu viel Zeitverschwendung. Aber es sieht wirklich gut aus. Und mal überlegen, ob ich vielleicht dieses Jahr Weihnachten rum auch so eine Spielerei machen werden. Aber eigentlich müsste ich die Zeit wirklich sinnvoller nutzen. Naja mal schauen, was bis dahin ist. Dauert ja doch noch eine ganze Weile, bis Weihnachten wieder vor der Tür steht. Aber leider geht ja alles immer so schnell vorbei.

timi meint dazu:

13. März 2009 um 14:45

@Heike: Natürlich komm ich gern bei Deinem Strickabend vorbei, das kann ich nämlich wirklich *lach*
@Jupp: Das ist im ganzen Jahr praktisch!

Santa Luzia meint dazu:

13. Oktober 2009 um 03:20

Hi
in deinem Blog werden bei mir sämtliche Umlaute als komische Zeichen dargestellt.
Anstatt einem o mit Pünktchen steht nur so was da wie “ö”…
Ist da was mit deiner Zeichensatzcodierung im Blog durcheinander gekommen,
oder liegt das eventuell an meinem Rechner?
tschau

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